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Bücherfresser

Eigentlich hatte ich es der Großen zugeschrieben, Bücher zu fressen.
Immerhin habe ich sie an diesem WE übertrumpft. Ich habe zwei 400+-Seitenromane vertilgt. Beide waren historisch angehaucht, wobei der erste tatsächlich recherchiert, der zweite phantastisch oder, wie ich gerade erfahren habe, der Kategorie "Steampunk" zugeordnet ist.
In meinen Einkaufswagen wären weder "Die Zarentochter" noch "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" gelandet, da die Rezensionen der Bücher doch recht gespalten sind. Es war gut, dies erst hinterher zu erfahren und ich werde definitiv bei beiden auch die Fortsetzungsromane in mich hinein stopfen, ohne hier oder sonstwo eine Rezension zu schreiben.
Immerhin ziehen wir uns heutzutage sonstwas für gruselige Bildunterhaltungen rein, einfach weil "man nur noch abgespannt ist". Daher kann man auch mal flache Literatur inhalieren.
6.2.12 19:02


Arbeiten macht Spaß :)

Seit eineinhalb Monaten organisiere ich einen Biber-Thementag im Zuge eines Projektes. Angesetzt war erst der 27.01., der dann aufgrund einer engen Terminierung des größten Teils der Teilnehmer auf den 3.2. verlegt werden musste.
Der Clou an dem Tag war - praktische Probleme vor Ort diskutieren.
Vor Ort heißt - DRAUßEN - da lebt der Freund ja, da gibt es die Probleme.
Ich bin gespannt, wie lange wir draußen überhaupt aushalten, ich bin jedenfalls seit gestern in Besitz einer Skihose, die ich eigentlich nicht bräuchte. Aber als Organisatorin als erstes vom Acker zu schleichen, wäre doch arg peinlich.
1.2.12 21:09


Feuerwehr oder eine panische Überreaktion

Beide Kinder aus ihren Betreuungseinrichtungen eingesammelt und angesichts der ungemütlichen sibirischen Temperaturen zu einem Bibliotheksausflug überredet.
Kleines Kind möchte aber bitte danke eine Ca**i-Sonne haben und ich kann sie mit Müh und Not dazu überreden, diese auch neben der Bibliothek zu versuchen käuflich zu erwerben.
Während ich den Fuhrpark aus dem Auto lade, fahren zwei große Feuerwehrfahrzeuge vorbei. Großkind muss das wie immer vokabularisch begleiten und ausschmücken. Mutter fallen sämliche Kerzen ein, die sie vor Abfahrt an gehabt hat. Leider fallen ihr auch 5 Kerzen ein, von denen sie sich nicht sicher ist, ob sie die wirklich gelöscht hat. Während das kleine Kind neue Einkaufspläne entwirft, steigen in mir panisch Szenarien von brennenden Häusern auf, die Nervosität steigt.
Nach der Kasse, kleines unentschlossen gewesenes Kind weint, weil sie nun doch ein Ca**i-Sonne haben wolle, Mutter aber diesmal nicht mehr umkehrt, stattdessen beide Kinder hektisch zur Eile antreibt, kleines Kind an der Schulternaht greift und schnell quer über den Parkplatz zum Auto schleift, heulend, logisch. Kinder werden einmal angeschnauzt, was die eine vom nervös vor sich hin plappern und die andere vom Heulen abhält. Nervosität steigt.
Logisch, dass dann alle Autos auf einmal nur 30 km/h fahren, wirklich alle Ampeln gerade auf "rot" schalten, wenn man sie erreicht und noch laut vor sich hin sirenend ein weiterer Feuerwerkwagen an uns vorbei schießt, in Richtung UNSEREM Haus!
Erst an der letzten roten Ampel sehen wir die Wagen, NICHT vor unserem Haus.
Genau DA fällt mir ein, dass ich zwei der Kerzen, an deren Löschung ich mich gar nicht mehr erinnern konnte, bereits NACH dem Mittag ausgepustet hatte. Kontrolliert habe ich es trotzdem noch mal, Stresspegel war erst 45 Minuten später weg.
Und da sage ich eigentlich immer, dass Kerzenlich entspannt.
30.1.12 20:56


Bangladesh

...nicht das ich das nicht gewusst habe...
Aber es schockiert mich immer wieder, wie total erniedrigend Näherinnen in Asien leben müssen, für 35 Euro im Monat, wovon 32 Euro die Miete für 5qm sind, 2000 Leute mit einem Klo...
Ich nähe für mich zum größten Teil selbst, aber die vier Hosen, die ich im letzten Jahr gekauft habe, weil ich zu faul war, Reißverschlüsse in die hier liegenden Hosen zu nähen - sehr beschämend.
23.1.12 21:25


"Legal, Illegal, Scheissegal"

Klick
Donnerstag in der Straßenbahn...
"Warum soll man sich als Frau dafür schämen... Ich bin alkoholabhängig und ich steh dazu... Ich brauch meinen Pegel... habe drei Lieblingsbier... brauche keinen Schnaps..."
Zum Glück waren wir am Zwischenstandort angekommen und konnten aussteigen. Ich hatte zwischendurch angefangen zu singen, um mir den Mist nicht anhören zu müssen, weil es mir total Banane ist, was sie macht, außer, ich muss mir das anhören!
Wenn sie ihren Pegel hat, muss sie sich bitte nicht mitten in der Straßenbahn ausziehen wie in der Selbsthilfegruppe.
21.1.12 22:22


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