Feuerwehr oder eine panische Überreaktion
Beide Kinder aus ihren Betreuungseinrichtungen eingesammelt und angesichts der ungemütlichen sibirischen Temperaturen zu einem Bibliotheksausflug überredet.
Kleines Kind möchte aber bitte danke eine Ca**i-Sonne haben und ich kann sie mit Müh und Not dazu überreden, diese auch neben der Bibliothek zu versuchen käuflich zu erwerben.
Während ich den Fuhrpark aus dem Auto lade, fahren zwei große Feuerwehrfahrzeuge vorbei. Großkind muss das wie immer vokabularisch begleiten und ausschmücken. Mutter fallen sämliche Kerzen ein, die sie vor Abfahrt an gehabt hat. Leider fallen ihr auch 5 Kerzen ein, von denen sie sich nicht sicher ist, ob sie die wirklich gelöscht hat. Während das kleine Kind neue Einkaufspläne entwirft, steigen in mir panisch Szenarien von brennenden Häusern auf, die Nervosität steigt.
Nach der Kasse, kleines unentschlossen gewesenes Kind weint, weil sie nun doch ein Ca**i-Sonne haben wolle, Mutter aber diesmal nicht mehr umkehrt, stattdessen beide Kinder hektisch zur Eile antreibt, kleines Kind an der Schulternaht greift und schnell quer über den Parkplatz zum Auto schleift, heulend, logisch. Kinder werden einmal angeschnauzt, was die eine vom nervös vor sich hin plappern und die andere vom Heulen abhält. Nervosität steigt.
Logisch, dass dann alle Autos auf einmal nur 30 km/h fahren, wirklich alle Ampeln gerade auf "rot" schalten, wenn man sie erreicht und noch laut vor sich hin sirenend ein weiterer Feuerwerkwagen an uns vorbei schießt, in Richtung UNSEREM Haus!
Erst an der letzten roten Ampel sehen wir die Wagen, NICHT vor unserem Haus.
Genau DA fällt mir ein, dass ich zwei der Kerzen, an deren Löschung ich mich gar nicht mehr erinnern konnte, bereits NACH dem Mittag ausgepustet hatte. Kontrolliert habe ich es trotzdem noch mal, Stresspegel war erst 45 Minuten später weg.
Und da sage ich eigentlich immer, dass Kerzenlich entspannt.
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