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Pizza zum Frühstück

Das zumindest hat sich die Große gerade gewünscht, aufgrund der Uhrzeit aber durchaus ein normaler Wunsch. Sie war nämlich mit - gestern. Nein, nicht auf dem Konzert, aber der Betbruder wollte Berlin in den Abendstunden fotoablichten und sie war mit. Daher hatten wir ein Gratistaxi, was ich gut befand und den Betbruder einfach nur beruhigte.
Am Anfang allerdings war der Wurm drin. Erst hatte meine Bank keine Einsicht, mir meinen Wunschgeldbeitrag auszuzahlen, dann lief ich mit dem wenigen Kleingeld in der Tasche bei Ro**mann auf - falsche Auspreisungen helfen leider nicht dabei, dass man eigentlich rechnen kann, dann steckte die Tochter meiner Freundin zur knapp kalkulierten Abfahrtzeit noch mitten in der Rückwanderung - da musste dann der Papa abholen, wir gerieten vor Berlin in einen Stau, waren am Ende aber super gut angekommen.
Wuhlheide war auf das Konzert vorbereitet. Vor den Eingängen stapelten sich die Bierverkäufer und Fressbuden, weswegen man zu annehmbaren Preisen sich erst einmal ungesund vorsättigen konnte. Dixi-Klo war wieder mal eine neue Erfahrung. Auch wenn die Dinger innen drin mittlerweile super modern erscheinen, sobald man den Klodeckel anhebt bleibt es eben ein Dixi-Klo.
Haupteingang war belegt, wir ließen uns zum Nebeneingang linksseitig leiten, ruschelten uns auch unangemessen nach vorne und waren somit doch recht schnell im Stadion. Sitzplatz, weil meine Freundin nicht sehr großwüchsig ist, befand sie als angenehmer, ich wäre doch lieber unten gewesen, um mich mehr zu bewegen, hatte aber keine Lust das nicht ausreichend genährte Wesen irgendwann ohnmächtig mit ins KH begleiten zu müssen. Sitzplatz war ungefähr die gleiche Position wie vor 12 Jahren zu Pearl Jam, übrigens mein letztes so großes Konzert. Man saß nun besser auf Plastikbänken, was bis Konzertbeginn sehr angenehm war.



Für mich unangenehm war die Stimme rechts hinter mir, ihres Zeichens Jura-Studentin im 6. oder 8. Semester mit der Aussicht, nach 11 fertig zu sein und vielen Problemen mit Wohnung, Freunden, Mitmieterinnen. Am Ende war sie allerdings diejenige, die auf unseren Höhe mit mir zusammen versucht hat, wenigstens ein bisschen Gemeinschaftsstimmung zu entwickeln.
Allerdings verflüchtigte sie sich beim Vorbandauftritt der K.I.Z., die ich grundsätzlich nicht mal ganz übel fand, wenn sie denn dann mal bei melodiösen Parts den Ton hätten halten können.



Vorbands haben den Vorteil, dass man an ihnen ausprobieren kann, inwieweit die Fototechnik ausreicht, nah genug an die Bühne heran zu zoomen - siehe Bild.
Zum Glück blieben sie nicht lange, nach der Gesangseinlage von Bela, der Einzige, der wirklich Musik dort rein brachte, verschwanden sie und unerwartet schnell zauberte man die Eröffnungsbühne heran.



Während hier noch die meisten auf den Plastikbank angeschweißt waren, erhoben sich die Massen bei der Ansagestimme, die ich bereits von den Konzertmitschnitten auf meinem Rechner kannte und für mich sehr überraschend ging die Show bereits vor der abgestempelten Zeit los. Das habe ich wirklich noch nie erlebt!
Nun ja, der Vorhang hebt sich und wir stellen fest - blöder Standort. Ist uns doch für den freien Blick auf einen großen Mann im Kleinformat ein Bühnenträger im Weg!



Immerhin ist die Gitarre zu sehen. Irgendwo bei Titel zwei oder drei hakt sich die Musikanlage ein bisschen aus. Farin ist etwas angepieselt, verschwindet hinter der Bühne, lässt die Kollegen weiter singen und kommt mit neuer Gitarre wieder, brubbelt aber trotzdem unzufrieden die Frage, was denn mit der Technik los wäre. Dies war aber das einzige Mal, dass mir auffiel, dass die Technik nicht mit spielte. Irgendwo hier mitten drin kam in mir die Blitzmerkung: 'Hey, ICH bin auf einem Ärzte-Konzert! Irre.'
Rodrigo durfte/wollte dann mal singen, brach aber „Tamagoshi“ ab, als die Melodie nicht kam und sang "1/2 Lovesong". Dabei hatten wir denn dann auch endlich den freien Blick auf den begehrtesten Ärzte-Mann.



Nun wird für die hinteren Reihe die Videoleinwand zugeschaltet, endlich stört der doofe Pfeiler nicht mehr, aber mir fällt auf, Farin hat das schüttere Haar zum Anklatschen frisiert. Bohäh – von wegen „einen schönen Menschen entstellt nichts“!



Mittlerweile haben wir die zwei Laolas hinter uns gebracht, die zweite war sehr schön und für diese Aktion war unser Standort perfekt! Leider bleib es bei diesen zwei Laolas, weil Rod und Bela Farin andauernd mit seinen Laolas aufgezogen haben.
Trotzdem gab es für mich uns alle anderen Frauen sehr schöne Ansichten vom schönsten Gitarristen der Welt. Ich nahm es allerdings alleine für mich auf!



Irgendwo hier hatte ich das Gefühl, ich bin im falschen Konzert. Vielleicht fehlen mir einfach alle anderen Ärzte-Konzerte der letzten 30 Jahre. Wie geht es denn, dass man auf einem Konzert ist und alles so unglaublich perfekt wirkt? Ein bisschen irgendwie wie ein Film, den ich gekauft habe. Für mich fühlte sich die Stimmung so gedeckt an und ich hatte das Gefühl, ich bin nur irgendwie dabei. Vermutlich war ich gar nicht mehr eins mit mir, dass ich da Fehlwahrnehmungen hatte. Sagte ich eigentlich, dass es tatsächlich drei Songs gab, die ich nicht kannte, obwohl rundherum alle mitgebrüllt haben?
Irgendwo bei meinem persönlichen No-go-Song "Junge" fiel mir auf, dass sich der Technikeinsatz enorm gesteigert haben musste, dass die Songqualität noch einmal zunahm und die gesamte geballte Fanemphatie so hochknallte, dass es kaum noch steigerungsfähiger sein konnte. Auf einmal war "Junge" so genial, gigantisch, unsagbar toll. Irgendwann hier hatte sich die gesamte Welt gedreht – ich stand in einem anderen Winkel, obwohl das zwischen den Bänken schier unmöglich ist.
Meine Erinnerung, wann das Konzert zu Ende war und wann die Zugaben begannen klinkt sich aus. Aber ich denke schon, dass erst bei den Zugaben die geniale Lichttechnik von der Bühne ins Publikum reingeleitet wurde und dann so aussah:





Hier dann die ganze Geschichte in blau, mit der gigantisch pogenden Mitte dort vorne. Auch hier war ich froh, nicht dabei zu sein, denn für so viel Pogen ist meine Kondition doch eher schlecht. Rod und Bela bedankten sich immer wieder bei den "Kaiserpinguinen".





Meine Familie wartet seit 22.20 Uhr an der S-Bahn-Haltestelle, auf das das Konzert zu Ende sein möge. Daher habe ich mich gefreut, dass der Betbruder noch "Der Graf" zu hören bekäme und mal ganz ehrlich - Bela mit Zylinder - das hatte neben der seitlichen Kussgesichtseinstellung von Farin den meisten Sexappeal.
Ich habe mich gefreut, dass "Cpt. Metal" gespielt wurde - der einzige Song an dem am Schlagzeug ein Stuhl stand , eine kleine Tonaufnahme für mich habe ich von "TCR" gemacht und hatte Glück, dass bei uns eben nicht alle "auf- und ab-"gesprungen sind, dadurch habe ich meinen persönlichen Lieblingspart ganz persönlich von diesem Konzert live auf meinem Handy. Leider hatten die Ordner am Seiteneingang keinen Plan, wo ich den Datenstick ergattern kann (wussten noch nicht einmal, dass es überhaupt so etwas gäbe) - von dem Konzertmitschnitt Berlin-Wuhlheide 01.06.2012.
So bleibt dies die einzige Tonaufnahme, bis man vermutlich den Mitschnitt als Video irgendwann mal für gutes Geld verkauft, hoffentlich, denn auf der Tonaufnahme fiel auf, dass Farin doch nicht so ganz die Töne in der Gesangsstimme und den Gitarrengriffen getroffen hat.
Für mich persönlich war gut, dass ich zwei Shirts übereinander hatte. So konnte ich das doch recht sinnlose T-Shirt-Gewedel, was Farin sich für "Waldspaziergang" gewünscht hat, weil er eben nicht so viele Laolas machen durfte, mitmachen, ohne halbnackt da zu stehen.
Für die Große weiß ich nun, beim nächste Konzert darf sie mit. Die Ansagen ginge nicht andauernd unter die Gürtellinie, das hätte ich so alles als Mutter vor ihr vertreten können. Immerhin kann sie viele Texte mitbrüllen.

Rezension: Vergleiche ich das letzte Konzert auf der Waldbühne mit diesen, so ist Pearl Jam eine Provinzband und die "Die Ärzte" eine oberprofessionelle Liveband im Weltformat.

Nachtrag: Der Betbruder wird das im Juli dann revidieren, ich hoffe er geht in die O2-Arena!
2.6.12 13:08
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Susanna (2.6.12 13:40)
Ach herrje da wär ich doch glatt mitgegangen mit dir und wir hätten die Fanmeile gerockt ;-)


betschw (2.6.12 13:47)
Ja, das wäre cool gewesen!

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