Startseite
  Über...
  Archiv
  Freunde
  Abonnieren

   
   Hobbyschneiderinnen
   Früher wars mal "Stoffjunkie"
   Heilkräuterseiten
   Alternative Medizin / Naturheilkunde

http://myblog.de/betschw

Gratis bloggen bei
myblog.de





Das ist falsch!

Für alle, die sich Zeit dafür nehmen mögen, bitte "Was zählt" von den Toten Hosen raus kramen, einlegen und laut drehen.

Neulich habe ich mit einem Freund telefoniert, einer von denen, die so roh und unbehaun sind. Also nichts von esoterischer Grundstimmung, nichts von Ernährungsphilosophien der neusten Art oder ewig glücklichem Leben unter bestimmten Bedingungen, keine buddhistische Weisheit oder was auch sonst man sich heutzutage in der Wohlstandsgesellschaft für merkwürdige Philosophien entwirft.
Da jemand aus dem Bekanntkreis verstorben ist, bestimmt das Thema "Tod" unseren Gesprächsfaden und jener mir genau aus im vorhergehendem Satz sehr beliebten Menschen sprach: "....und deswegen müssen wir im Hier und Jetzt leben!"
Seitdem verfolgt mich das Thema panisch. Ich lese, dass man Fische beneidet, sie sich nur fünf Sekunden zurück erinnern können oder Massais, die den Jetzt-Zustand als Ewigkeit betrachten. Und dann frage ich mich natürlich, warum man mich mit der Fähigkeit ausgestattet hat, mich sehr sehr weit zurück zu erinnern, warum ich mir eine Zukunft ausmalen kann und warum es wichtig ist, Entscheidungen spontan zu treffen oder doch besser genau zu beleuchten? Ich habe doch alle diese Fähigkeiten deshalb, weil es für Menschne wichtig war, weil sie damit besser überleben können.
Also habe ich mich entschieden, mit dem Mitglied meiner Familie ein Gespräch zu führen, welches vom IQ her, tatsächlich etwas leichter gestrickt ist. Tatsächlich hat das fröhliche Kind in ihrem Gehirn alles gelöscht, was in der Vergangenheit abgelegt sein müsste, dachte ich. Aber dann kamen wir dahinter, dass sie sehr wohl noch alles wusste. SIE allerdings hatte eine andere Perspektive auf die Dinge. Während ich mich an alles erinnern kann, was negativ war und mich belastet hat, war in ihrem Hirn abgespeichert, was sie fröhlich gestimmt, was sie zum Lachen gebracht hat, wobei sie einen Mörderspaß gehabt hat.
AH!
Kluges Kind!
Sie liest ja auch keine Dramen, sie schaut sich keine Rosamunde-Pilcher-Filme an, sie mag keine Toten Hosen mit "Was zählt" (Ihr könnt also die Mucke aus schalten! ), sie lebt. Natürlich lebt sie mehr "Hier und Jetzt", weil sie so viel machen musss, viel mehr als wir alle zusammen, denn während wir uns erinnern können, arbeitet sie einen Sack voll Dinge ab, die wir bereits können. Sie braucht mehr Kraft und Energie, mehr Zeit, um Dinge zu erledigen, die wir nebenher machen können und dabei natürlich immer vom "Hier und Jetzt" abdriften, abdriften in Regionen, die uns anerzogen wurden, Regionen, die durch negative Auslegung unsere eigene Leistung nach oben schieben, die uns zeigen, dass wir dank der Bewältigung riesiger Probleme hinter uns und einem noch größeren Berg Problemen vor uns einen großen Wert haben müssen, selbst bei dem Gefühl, dass wir eigentlich schon längst zusammen gebrochen sind.
Negativ! Dumme Menschen - obwohl oder weil sie klug sind?
Daher kommt aber der Spruch "Hier und Jetzt", damit wir weiterhin im negativen Strudel ersaufen können, damit wir das Negative schön in Kisten verpackt um uns stapeln können und für einen Moment versuchen zu vergessen.
"Hier und Jetzt" geht vorbei und sobald ich drüber nach denke, bin ich doch auch schon wieder im "Gestern". Mir gefällt in einem meiner Lieblingsbücher die Geschichte "Auch das geht vorbei", weil es dazu aufruft, den Moment so zu nehmen, wie er ist, bewusst leben, ABER so wie meine Kleine, fröhlich in die Vergangenheit und optimistisch in die Zukunft kucken.
Von daher würde es wirklich Allen gut tun, wenn wir Inklusion nicht nur philosophieren sondern auch umsetzen würden. Wir sehen ihr Leid, dabei sind sie alle samt sehr fröhliche und optimistische Menschen. Lasst uns also so wie sie positiv denken, denn im schlimmsten Fall haben wir wirklich nur dieses eine Leben!
13.6.14 09:45
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Anja (13.2.15 19:31)
Hallo,
ich glaube, dass die Vergangenheit wichtig ist, um daraus zu lernen, aber hinderlich, wenn sie einen ängstlich, zögerlich und lebensunfroh macht. Genauso verhält es sich mit der Zukunft: so sehr sie wir uns ausmalen - sie ist noch nicht gekommen. Aber wir können etwas für die Zukunft planen, in die Wege leiten und dann ist der Gedanke an die Zukunft sinnvoll. Kreisen wir aber ausschließlich um Sorgen und Ängste und fragen wir uns permanent, was die Zukunft uns bringen könnte, dann behindert uns der Gedanke daran.
Deshalb: Vergangenheit ist vorüber, Zukunft ist noch nicht da - also ist das einzig Sinnvolle, im Hier und Jetzt zu leben! Aber das heisst nicht, dass man das Gewesene und das Zukünftige ausblenden und negieren muss.
Klingt das plausibel?
LG, Anja


(13.2.15 19:43)
Ja Anja, das macht Sinn!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung